26.04.2008

Allergien:

Hier finden Sie eine kleine Auswahl an geeigneten Heilmitteln, die bei allergischen Beschwerden wie allergischer Conjunctivitis (Bindehautentzündung), Heuschnupfen und allergischen Hauterscheinungen angewendet werden können.

 

Video zu Allgergien

 

Allium cepa – Küchenzwiebel

Hilft als homöopathisches Arzneimittel in der D6 in akuten Fällen, wenn die Augen  jucken, brennen und tränen. Gleichzeitig besteht Niesreiz und die Nase läuft, es ist ein klares, wässriges, scharfes Sekret, das unkontrolliert aus der Nase läuft und die Nase wund macht.
Zusätzlich kann der Kehlkopf gereizt sein, es entsteht ein Kratzen oder Rohsein im Hals.
Oft sind die Heuschnupfenbeschwerden so stark, daß die Konzentration und  dadurch die Arbeit sehr schwer fällt und man wewgen der Benommenheit am liebsten gar nicht arbeiten möchte.
Verschlimmert werden die Beschwerden durch Nordostwinde, im warmen Zimmer und abends.
Beserung bringen Baden, Aufenthalt, Bewegung und Kühlung im Freien.

 

Euphrasia – Augentrost

Die Wiesenpflanze heißt in Frankreich auch „casse lunette“,  was soviel bedeutet wie „Brillen-Bruch“, weil es bei Augenbeschwerden und Sehschwäche angeblich jede Brille überflüssig macht.
Die homöopathische Heilwirkung bei allergischen Augenbeschwerden entfaltet sich dann, wenn die Augen geschwollen sind, die Tränen oder das schleimige Sekret scharf sind.
Die Augen brennen, schmerzen, sind geschwollen und jucken, als ob ein Sandkorn im Auge wäre.
Auch die Lidränder sind verklebt, gerötet, geschwollen und jucken.
Die Nase läuft, doch ist das Sekret mild.

Verschlimmert oder ausgelöst werden die Augenbeschwerden durch Sonnenlicht, Fremdkörper oder Augenverletzungen, durch Wind und beim Husten.
Besserung im Freien, aber auch durch Blinzeln, Augenwischen, Hinlegen und Dunkelheit.
Anwendung: Als Euphrasia Augentropfen oder
                        Euphrasia D12 Globuli

 

Mezereum – Seidelbast

Der vollständige botanische Name dieses frühblühenden Strauches ist Daphne Mezereum. Darüber berichtet die griechische Sage von Daphne:
Daphne war eine der Gefährtinnen von Aphrodite, der Liebesgöttin. Apoll, der Göttergatte von Aphrodite, hatte sich jedoch auch in die schöne Daphne „verguckt“ und verliebt. Als Aphrodite einmal ihren Mittagsschlaf machte, näherte er sich Daphne. Diese war jedoch tugendsam und entfloh in schnellem Tempo über Berge, Wiesen und Täler. Doch Apoll folgte ihr und hatte sie fast eingeholt. Da entdeckte der Götterbote Hermes die Verfolgungsjagd und weckte Aphrodite, um sie zu warnen.
Apoll, der Daphne eingeholt hatte und sie gerade festhalten wollte, ergriff statt des schönen Mädchens nur einen trockenen Busch, an dessen Rinde er sich die Hände  so verbrannte, daß sie ganz rot und voller  juckender Blasen waren. Aphrodite hatte nämlich im letzten Moment Daphne in einen Seidelbast-Busch verwandelt.

Die Kenntnis dieser Sage erleichtert das Verständnis des homöopathischen Arzneimitttlebildes, der Wirkungsweise von Mezereum:

Hautauschläge am Kopf, im Gesicht, an den Augen, um den Mund herum mit Rötung und Bläschenbildung an den Lippen (Herpes), mit Juckreiz, die zum Kratzen zwingen.
Schmerz der Ausschläge mit anschließender Gefühllosigkeit.
Übelkeit mit Brechreiz, Furcht, vom Magen aufsteigend.
Furcht, wenn as an der Türklingel schellt.
Schwindel, mit dem Gefühl zu schweben.
Jucken der Haut auch ohne Ausschlag, Juckreiz wechselt die Stellen beim Kratzen.
Neuralgische Schmerzen, vor allem nach Herpes zoster (Zosterneuralgie).
Wunden /Bläschengeschwüre bleiben am Verband kleben und fangen beim Wechsel des Verbandes wieder an zu bluten.
Krankhafter, übersteigerter Lauftrieb (Muß joggen, muß Marathon laufen )

Verschlimmerung durch leichte Berührung und durch heiße Speisen

Besserung durch kühle Luft, durch kühles Wasser.
Anwendung: Mezereum D12 Globuli

 

11.08.2007

Vorbemerkung zur Selbstbehandlung mit homöopathischen Mitteln

 

Homöopathische Heilmittel werden in der Klasssischen Homöopathie zur sogenannten „konstitutionellen Therapie“ eingesetzt, die immer mit einer ausführlichen Anamneseerhebung verbunden ist. Diese Vorgehensweise dient der tiefgreifenden, umfassenden Heilung von Körper, Geist und Seele.

 

Zur Behandlung akuter Beschwerden kann man homöopathische Heilmittel auch situations- oder symptombezogen anwenden. Dies entspricht einer Selbstmedikation mit allopathischen Medikamenten; beispielweise der Einnahme einer Schmerztablette bei Kopfschmerzen oder der Anwendung einer abschwellenden Salbe nach einer Prellung.

 

Die homöopathische Selbstbehandlung sehr selten auftretender Beschwerden ist nur dann angezeigt, wenn eine ärztliche Untersuchung und Behandlung eindeutig nicht nötig ist. Anderenfalls drohen ernste gesundheitliche Gefahren durch „Maskierung“ der Symptome. Maskierung bedeutet in diesem Zusammenhang, daß nur Schmerz oder andere Hinweissymptome kurzzeitig abgemildert sind oder verschwinden, die ursprüngliche Erkrankung aber noch nicht ausgeheilt ist. So kann durch den rein symptomatischen Einsatz von homöopathischen Heilmitteln beispielsweise der Druck- und Bauchschmerz bei einer akuten Appendicitis abklingen, die Entzündung des Blinddarms aber weiterbestehen und die Indikation für eine dringende Operation erheblich erschwert werden.

 

Neben einer konstitutionellen Therapie sollte die Selbstmedikation mit homöopathischen Mitteln auch in akuten Situationen nur nach Rücksprache mit dem homöopathisch behandelnden Therapeuten erfolgen!